Wertewerkstatt



Ver-ANTWORT-ung PDF Drucken E-Mail
31. 10. 2011
Jede Menge Fragen ...
 
Wenn in China 18 Menschen an einem totgefahrenen 2jährigen Mädchen vorbeigehen, kommt man in die Versuchung einem Volk tief in die Seele zu schauen. Ein Land in dem Helfer in der Not fürchten selbst in Schwierigkeit zu geraten. Ein Land in dem sich die Gesellschaft so sehr und rasch ändert. Ein Land in dem das Fundament und klare Verantwortlichkeit fehlen. In einer Gesellschaft die nicht glücklich ist, gibt es keine Gegenseitigkeit der Wärme. Wenn man sich selbst schutzlos fühlt, wie soll man andere beschützen können? Wie kann also hier überhaupt eine geteilte Verantwortung leben? Verantwortung ist eine Tugend die kulturell geprägt wird.
 
Bin wieder da PDF Drucken E-Mail
26. 08. 2011

Blick auf die Adria von TriestUnd auch wieder weg

Einige Personen meinten in letzter Zeit zu mir: “Dein letzter Blog ist aber schon lange her.“ Ja schon. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich in meiner Wertewerkstatt genug gebastelt und ausprobiert habe; es einfach genug ist. 

Ich schrieb ja stets dann, wenn mich ein Thema emotional bewegt hat. In den letzten Monaten ist zwar viel vorgefallen, irgendwie hatte ich aber keine Lust über Japan, Euro-Beschlüsse und Euro-Gipfel, Elsner oder die Trennung von Apple vom weißen Plastik-MacBook zu sentieren. Ich habe alles gesagt, ich habe zu allem aufgerufen und genug kritisiert. Ich bin immer noch über Geschehnisse betroffen aber es überrascht mich nichts mehr so leicht. 

Über Weltuntergang, Medienbeeinflussung, Politikkabarett, Konzernmacht, Bildungsdesaster, Liebe, Drogen und sonstige Spaßigkeiten in unserer Gesellschaft habe ich bereits nachgedacht und geschrieben. Meine Sichtweisen und Werte sind klargelegt. Aufrufe zum „über den Tellerrand blicken“ sind hinreichend erfolgt. Also was gibt mir noch Muße? Wiederholungen sind nicht mehr als Schallplatten, die immer wieder abgespielt werden.


 
Renaissance der Revolution PDF Drucken E-Mail
26. 02. 2011
Viele weltbewegende Veränderungen kommen in schleichenden Schritten. Aber manche historische Expansionen kommen plötzlich. Eine solche Wegmarke der globalen Umwälzung ist der Januar 2011. Wir sind Zeitzeugen einer Entwicklung, die man noch in 500 Jahren in den Geschichtsbüchern nachlesen wird. Es wächst ein Gigant heran, der unsere Welt in kaum gekannter Weise herausfordern wird. Das nächste Kapitel wurde diese Tage eröffnet. Erbebend werden wir Denkmäler errichten.
 
Wir sehen, wie Potentaten den Zeigefinger ausstrecken, fluchen und die internationalen Medien als Hunde beschimpfen. Das Tragische dabei ist nicht, was Kleptokraten wie Gaddafi heute aussprechen, sondern dass sie das schon immer gesagt haben. Doch die Welt hielt sich die Ohren zu. Jetzt hat der Diktator den Hörer aufgelegt und zu den Waffen gegriffen.

 
revolution of the people PDF Drucken E-Mail
29. 01. 2011
Schauerlich faszinierend wie rasch Entwicklungen möglich sind. Ich habe seit dem Umbruch in Tunesien erwartet, dass die arabische Welt sich daran anstecken wird.
 
Menschen aus allen Bereichen und allen Schichten, jenseits aller Religionszugehörigkeit und sozialem Status, angetrieben von dem Wunsch eines Regimewechsels, aber nicht angeführt, sondern eine vernetzte Facebook-, Twitter- und Blogger-Generation. Das ist etwas völlig Neues.
 
Oft habe ich mir die Frage gestellt, was letztlich passieren muss, damit sich die Menschen von der Couch bewegen und rebellieren.
 
Ironie mit Ansage? PDF Drucken E-Mail
21. 01. 2011
Aufregung darüber, dass ein Viertel der Schüler nichts von dem versteht, was sie lesen. Ist aber auch eine Frage des Vorbildes. Drei Viertel der Politiker verstehen auch nichts von dem, was sie sprechen. Oskar Bronner macht eine „Zeitung für Leser“. Aber Blätter mit Bildern zum Schauen sind deutlich beliebter. Lesen Sie auch in den öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Warten auf diese Blätter wie „Heute“ und „Österreich“? Ist es nicht klüger eine „Zeitung für Schauer“ zu machen? Und was wir darin auch alles schauen können, also sehen!
 
Uns werden Bildchen aufgetischt vom Staatsbesuch von Chinas Präsident Hu in den USA. Das war sozusagen eine Begegnung zwischen Aufsteiger und angeschlagener Weltmacht. Irgendwann während des Dinners wird Herr Hu zu Obama gesagt haben, dass er mit seinen Dollar-Devisenreserven noch ein paar Monate lang weltweite Investitionen tätigen will und dann könne der Dollar auch mit seiner Einwilligung kollabieren.* China als „Bank of America“ ist vom Beisitzer zum Wortführer geworden. Am Raffgierkapitalismus im Demokratiepelz hingegen sollte sich China kein Beispiel nehmen.
 
Und jetzt alle glücklich sein! PDF Drucken E-Mail
22. 12. 2010

Weihnachten das Fest der Liebe und des Glücks! Ein Märchen für Kinder und Erwachsene. So wie Kinder an das Märchen des Christkinds glauben, sind Erwachsene auf dem Traumzug Richtung Liebe und Glück unterwegs. So wie Kinder irgendwann merken, dass es kein Christkind gibt, sollten Erwachsene eventuell ebenso aus dem Wunschtraum erwachen. Aber wir können uns doch auch unsere Träume behalten und doch lieber gleich das Glück kaufen! Es wird uns immerhin recht einfach gemacht.


 
Innovation PDF Drucken E-Mail
14. 12. 2010

Ich wurde vor ein paar Tagen eingeladen, einen Text zum Thema „Innovation“ zu schreiben. Der Begriff ist ja sehr vielschichtig. Die Einladung ist fokussiert auf die Form der ökonomischen Innovation. Natürlich schwirrten mir gleich verschiedene Aspekte durch den Kopf. Vor allem gebräuchliche Assoziationen die einen inflationären Beigeschmack haben. Innovation ist ein Begriff wie „fair trade“ und „Nachhaltigkeit“, die leider zu oft als schmückendes und verlogenes Beiwerk von Unternehmen dienen, die meinen, damit auf eine Marktnachfrage reagieren zu müssen.


 
Wikileaks PDF Drucken E-Mail
01. 12. 2010

Julian Assange

go ahead! 
 
Der Aufdecker, Aufklärer und Wikileaks-Gründer Julian Assange wird von der schwedischen Regierung wegen Verdacht auf Vergewaltigung, sexuellen Zwang und sexuelle Belästigung per Strafbefehl gesucht. Interpol fahndet weltweit in 188 Staaten.
 
Bemerkenswert ist der schwedische Justiz-Hickhack bei der Staatsanwaltschaft. Ein erst von der zuständigen
 
Bodenlose Gedanken PDF Drucken E-Mail
22. 11. 2010

Derzeit scheint medial das Thema Burnout und Depression von Interesse zu sein. Womöglich ist dies auch eine saisonale Begleiterscheinung. Immerhin gibt es zum Begriff „Burnout“ 118 Mio Treffer im Gatekeeper der Informationen -  Google - zu finden. Medien, Interessensvertretungen, Politik, Beratungs-Branche und Ärzteschaft leben gut von dieser Seuche. Man kann dies als weitere Abzocke bezeichnen. Aber, es lohnt sich auf die gesellschaftlichen Faktoren hinzusehen die dazu führen. 


 
under pressure PDF Drucken E-Mail
03. 10. 2010

David Bowie und Freddie Mercury - Under Pressure

Bei Kongressen, Vorträgen und Veranstaltungen wird erörtert. In Wochenmagazinen und in der Tagespresse wird moniert. Über die Frage, ob unser Wirtschaftssystem noch taugt, was sich ändern müsste und warum sich nichts ändert. Der Glaube an die Kraft der Märkte und dem fairen Wettbewerb sinkt. Die Politik beschließt weiterhin unverdrossen Wachstumsoffensiven und Wachstumsbeschleunigungsgesetze, während immer klarer wird: So wie bisher wird es nicht mehr lange weitergehen. Aber noch herrscht die Phase des Gesudere und der Nebelgranaten.
 
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